Angst vor der ersten festen Zahnspange? Warum die Sorge meist größer ist als der Termin

Stilisiertes weißes Ampersand-Zeichen auf einem hellgrauen Hintergrund.
Dr. Jennifer Hoppe, eine Kieferorthopädin mit blonden Strähnen und einem lockeren Pferdeschwanz, trägt ein weißes Hemd. Sie zeigt einem jugendlichen Patienten, der lächelnd auf einem Behandlungsstuhl sitzt, ein Gebissmodell. Der Patient, in einem grauen Poloshirt, schaut interessiert auf das Modell. Beide befinden sich in einem hellen, modernen Behandlungszimmer, während Dr. Hoppe dem jungen Mann freundlich eine Erklärung gibt.

Steht bei Ihrem Kind die erste feste Zahnspange an, mischt sich in die Vorfreude auf gerade Zähne oft auch Unsicherheit. Mehr noch: Manche Jugendliche haben regelrecht Angst vor dem Termin, besonders wenn Freunde, Geschwister oder Mitschüler ihre eigenen Erfahrungen überdramatisch schildern. Diese Sorge nehmen wir ernst, denn sie fühlt sich für die Betroffenen sehr real an. Beruhigend ist aber: Sie beruht in den meisten Fällen auf einem Bild, das mit einer modernen kieferorthopädischen Behandlung wenig zu tun hat.

 

Woher kommt die Angst vor der Zahnspange?

Unsicherheit oder Angst vor der ersten festen Zahnspange ist bei Jugendlichen nicht ungewöhnlich. Häufig entsteht sie durch Erzählungen anderer oder durch veraltetes Wissen darüber, wie eine kieferorthopädische Behandlung abläuft. Viele Horrorgeschichten stammen aus einer Zeit, in der es darum ging, Zähne mit möglichst viel Kraft möglichst schnell zu bewegen. Genau dieses Bild geben ältere Geschwister, Eltern oder Mitschüler oft ungewollt weiter und im Kopf eines Teenagers wird daraus schnell eine große Sache.

 

Moderne Zahnspangen arbeiten mit kontrollierten Kräften

Heute geht es nicht mehr darum, mit viel Kraft schnell zu bewegen. Moderne feste Zahnspangen arbeiten mit sorgfältig geplanten und kontrolliert dosierten Kräften, die auf den individuellen Befund abgestimmt sind. Viele unserer jugendlichen Patienten beschreiben die ersten Tage deshalb eher als Ziehen oder Spannungsgefühl denn als richtigen Schmerz. Und dass sich die Zähne in den ersten Tagen bemerkbar machen, gehört in aller Regel ganz einfach zur Eingewöhnung.

 

So begleiten wir Jugendliche vor der ersten Zahnspange

Wichtig ist uns: Niemand muss mit seiner Angst allein zum Termin kommen. Bei Biss & Bogen sprechen wir vor jeder Eingliederung offen über Ängste, denn oft steckt, wie erwähnt, hinter der Sorge nur veraltetes Wissen, nicht die moderne Realität. Wir erklären Jugendlichen und Eltern vorab, was beim Einsetzen der Zahnspange passiert, wie sich die ersten Tage anfühlen können und was dabei normal ist. Auch während der Behandlung bleiben alle Fragen willkommen, ob in unserer Praxis in Ratingen-Lintorf oder zwischendurch beim Kontrolltermin. Wer weiß, was kommt, geht meist deutlich gelassener in die Behandlung.

 

Was Eltern tun können

Als Eltern helfen Sie Ihrem Kind am meisten, wenn Sie die Sorge weder wegwischen noch verstärken. Nehmen Sie die Fragen Ihres Kindes auf und bringen Sie sie einfach mit in die Praxis. Aus einem diffusen Gefühl werden dann konkrete Punkte, die wir gemeinsam besprechen können. Wenn Ihr Kind also Bedenken vor der ersten festen Zahnspange hat, sprechen Sie uns an: Wir beantworten alle Fragen vorab und zeigen Schritt für Schritt, was genau passiert.